Wir leben nicht in einem Zeitalter für Übergewichtige. Im Fernsehen unterbieten sich die Prominenten an Schlankheit, und auch im Umfeld spielt das Gewicht bzw. der Verlust des selbigen eine große Rolle.

Aber wie funktioniert das mit dem Abnehmen? Wie bekommt man Hilfe beim Abnehmen?

Das zugrundeliegende Erfolgsgeheimnis ist simpel: mehr Kalorien verbrennen, als aufgenommen werden. Doch wie?

Hilfe beim Abnehmen – die Ernährungsumstellung

Hilfe beim Abnehmen - so gehtsEine Ernährungsumstellung verspricht die nachhaltigste Hilfe beim Abnehmen.

Varianten der Ernährungsumstellung sind beispielsweise:

  • das Dinner-Cancelling (d.h. nach einer bestimmten Uhrzeit nichts mehr zu essen) – damit lassen Sie die letzte Mahlzeit des Tages aus und sparen deren Kalorien ein.
  • Low-Carb-Diäten, bei denen weitestgehend auf Kohlenhydrate in jeglicher Form (Brot, Nudeln, Mehl …) verzichtet wird. Statt dessen werden eiweiß- und fettreiche Sachen gegessen, die der Theorie nach länger sättigen und den Blutzuckerspiegel nicht so beeinflussen wie Kohlenhydrate.
  • Low-Fat-Diäten, bei denen weitestgehend auf fettreiche Speisen wie Wurst, Pommes oder Pizza verzichtet wird.
  • FDH oder Friss-Die-Hälfte: Reduktion der Nahrungsmenge, die Sie zu sich nehmen, und damit auch Halbierung der aufgenommenen Kalorienanzahl.

Viele dieser Varianten bieten Hilfe beim Abnehmen, führen aber zu einer erneuten Zunahme, sobald Sie in alte Ernährungsgewohnheiten zurückfallen.

Kalorienzählen

Kalorienzählen ist eine der bekanntesten Hilfen beim Abnehmen. Dabei werden die Lebensmittel, die Sie verspeisen, abgewogen, die Ergebnisse festgehalten und es wird mithilfe eines Kalorienrechners (in Papierform/online) oder per Hand der Kaloriengehalt errechnet. Das Ziel dabei ist, unterhalb einer bestimmten Kalorienaufnahme zu bleiben.

In gewisser Weise ist hier auch eine bekannte Abnehmorganisation zu nennen, bei der Sie anhand von einem Punktesystem die tägliche Kalorienaufnahme steuern können. Bei der Berechnung der Punkte spielt auch der Fettgehalt eine Rolle.

Die Hilfe beim Abnehmen entspringt bei diesen Methoden auch durch die Ausbildung eines Bewusstseins für den Kaloriengehalt von Lebensmitteln. Sie können sich dauerhaft kalorienbewusster ernähren.

Auch hier droht jedoch die Gefahr (vor allem, wenn die Abnehmerin von einer unpassend niedrigen Kalorienanzahl ausgegangen ist) eines Jojo-Effekts, sobald man das Kalorienzählen schleifen lässt.

kurzfristige Diäten

Eine Reihe von Frauenzeitschriften versprechen ebenfalls schnelle Hilfe beim Abnehmen. Sie veröffentlichen Rezepte bzw. einen Essplan, der es ermöglichen soll, innnerhalb von kurzer Zeit (meist nicht mehr als zwei Wochen) ein bestimmtes Gewicht bzw. eine bestimmte Anzahl an Kleidergrößen zu verlieren. Diese Hilfe beim Abnehmen ist natürlich sehr verlockend, weil sie einen großen Erfolg innerhalb kürzester Zeit verspricht.

Eine dauerhafte Hilfe beim Abnehmen ist dies jedoch nicht, da die verlorenen Pfunde schnell wieder zurückkommen, sobald Sie wieder normal essen.

Nahrungsergänzung bzw. -ersetzung

Nahrungsergänzungsmittel bzw. Nahrungsersatzmittel versprechen ebenfalls gute Hilfe beim Abnehmen. Hier sind beispielsweise Eiweißdrinks, die anstelle einer Mahlzeit eingenommen werden, zu erwähnen. Es gibt auch diverse Präparate, die den Hunger dämpfen und damit die Nahrungsaufnahme reduzieren sollen. Es gibt Frauen, die darauf schwören.

In gewisser Weise gehören auch die Medikamente, die Fett aus der Nahrung binden und es unverdaut ausscheiden lassen, in diese Kategorie. Diese Methode bringt durchaus Hilfe beim Abnehmen, aber auch eine ganze Reihe unangenehmer Begleiterscheinungen, so dass die meisten schnell damit aufhören.

Der Jojo-Effekt wirft seinen drohenden Schatten natürlich auch über diese Art des Abnehmens.

Abnehmen durch Akupunktur

Das Abnehmen durch Akupunktur ist noch nicht besonders bekannt, und es ist umstritten. Das Konzept besteht aus einer Abnehmphase, in der mit Akupunktur am Ohrläppchen der Hunger deaktiviert werden soll – diese Phase geht über drei Wochen und sieht eine tägliche Kalorienzufuhr von gerade mal 300 Kalorien vor, und zwar in Form von niedrigkalorischen Speisen (vor allem Gemüse), etwas Honig, Gemüsebrühen und Tee. In der anschließenden Haltephase wird die Kalorienzufuhr drei Wochen lang etwas erhöht (auf 700 und 1400 Kalorien), danach soll die Abnehmwillige einen Fastentag in der Woche machen und die restlichen Tage wie gewohnt essen. Pro Abnehm-/Haltephase sollen jeweils 10% des Körpergewichts reduziert werden, und mithilfe des Fastentages soll das niedrigere Gewicht gehalten werden.

Die Fastentage sind für die meisten Frauen das größte Problem. Hält man diese nicht ein, ist das verlorene Gewicht schnell wieder auf den Hüften.

Sport

Sport ist die sicherste und gesundeste Hilfe beim Abnehmen. Es gibt eine Vielzahl sportlicher Aktivitäten, die die Pfunde schmelzen lassen. Angefangen von weniger anstregenden Sportarten wie Spazierengehen oder Wandern über Radtouren im Freien, Krafttraining bis hin zum Ausdauertraining im Fitness-Studio ist einiges möglich. Vielleicht sind Ihnen diese Aktivitäten zu “öffentlich”, sofern Ihnen Ihre Figur unangenehm ist. In diesem Fall gibt es beispielsweise Fitness-DVDs für zuhause oder Fitness-Programme für Multimediakonsolen wie die Wii oder die XBox. So können Sie sich innerhalb der eigenen vier Wände unbeobachtet und schamfrei sportlich betätigen.

Es besteht jedoch beim Sporteln die Gefahr, dass man die Abnahme nicht unbedingt auf der Waage sieht, da auch Muskeln aufgebaut werden. Diese sind schwerer als Fett, und es kommt nicht unbedingt zum Gewichtsverlust. Sie werden aber mit Sicherheit eine bessere und straffere Figur erzielen und sich wohler fühlen.

Beim Abnehmen durch Sport entsteht die Gefahr, sich zu überfordern und dann die Motivation zu verlieren. Die Abnehmwillige sollte lieber mit kleinen sportlichen Aktivitäten anfangen und diese dauerhaft beibehalten bzw. erweitern. Wichtig ist auch, Aktivitäten auszuwählen, die Spaß machen, um eine möglichst dauerhafte Motivation zu haben.

Gefahren beim Abnehmen

Sobald Sie in alte Verhaltensmuster zurückfallen, droht der Jojo-Effekt. Das größte Risiko stellt aber das übersteigerte Abnehmen dar, bei dem sich die Gedanken nur noch ums Essen und um Kalorien drehen. Es kann zu Ess-Störungen wie Magersucht oder Bulimie kommen. Daran leiden sehr viele Frauen und Mädchen und zunehmend auch Männer. Eine Therapie ist schwierig und erfordert viel Zeit und Geduld.

Da mag es manchmal die bessere Lösung sein, mit ein paar Pfunden zuviel durch das Leben zu gehen, dafür aber eine unbelastete Einstellung zum Essen zu haben.

Fazit

Hilfe beim Abnehmen versprechen viele Stellen. Die richtige Methode zu finden, erweist sich leider als sehr schwer. Und es ist fast noch schwieriger, das einmal erreichte niedrige Gewicht zu halten.

Die beste Methode zum Abnehmen ist eine dauerhafte Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung, die auch “böse” Lebensmittel in Maßen zulässt, in Kombination mit regelmäßiger Bewegung. So geben Sie Ihrem Körper, was er braucht, und erreichen zu Ihrer besseren Figur auch noch mehr Gesundheit und Lebensfreude.

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